Medienmitteilung 2017

Der Prix FEMS 2017 geht an den Künstler
Ignazio Bettua aus Lausanne

Pully, 22. September 2017

 
Die Fondation Edouard und Maurice Sandoz, FEMS, hat im Jahre 1996 einen Preis zur Förderung des Kunstschaffens zum Andenken an die Brüder, Künstler und Mäzene, deren Namen sie auch trägt, gestiftet. Dieser Preis zeichnet jedes Jahr eine Schweizer Künstlerin oder einen Schweizer Künstler abwechslungsweise im Bereich der Bildhauerei, Literatur, Malerei oder der Musik aus. Im Jahre 1997 wurde der Prix FEMS dem Bildhauer Jean Stern zugesprochen. Ein Jahr darauf, 1998, ging er an die Schriftstellerin Anne-Lou Steininger, 1999 an den Maler und Grafiker Zivo sowie 2000 an den Komponisten Xavier Dayer. Im Jahre 2001 gewann der Bildhauer Urs Twellmann den Preis, 2002 der Schriftsteller Yves Rosset, 2003 die Malerin Rosina Kuhn, 2006 der Schriftsteller Filippo Zanghí, 2007 der Maler Olivier Saudan, 2009 der Bildhauer Etienne Krähenbühl, 2010 der Schriftsteller Yvan Salamanca, 2011 der Maler Stéphane Belzère, 2013 der Bildhauer François Burland, 2014 der Schriftsteller Julien Bouissoux und 2015 die Malerin Barbara Gwerder
 
Zum Wettbewerb, der dieses Jahr zum 20. Mal stattfindet und sich im Bereich der Bildhauerei dem Thema «Monumental» widmet, haben sich eine Vielzahl Künstler aus allen Regionen der Schweiz bei der Fondation gemeldet. 43 Projekte wurden insgesamt eingereicht und anonym der geladenen Jury unterbreitet. Diese setzte sich zusammen aus Sylviane Röösli, Sylvie Wuhrmann, Jean-Baptiste Heinzer, Jean-François Landolt, Fernando Riba und Daniel Schläpfer sowie François Landolt, der die Jury präsidierte.
Die geladene Jury entschied sich in einer ersten Auswahl für fünf Projekte, deren besondere Originalität und Qualität sich in einem persönlichen Gespräch mit deren Schöpfern Nathalie Delhaye, Behrouz Varghaiyan, Mathias Bader und Ignazio Bettua erschloss. Im Anschluss an die persönlichen Gespräche unterbreitete die geladene Jury der ständigen Jury der Fondation eine Empfehlung.
Einstimmig wurde der Prix FEMS 2017 von der ständigen Jury der Fondation Edouard und Maurice Sandoz dem Bildhauer Ignazio Bettua aus Lausanne verliehen. 1972 in Lausanne geboren, absolvierte er sein Studium an der Kunstschule ECAL in Renens. Er stellt regelmässig in der Schweiz aus und lehrt bildende Künste am Gymnase de Nyon. 
Mit dem Titel « Uccellini » ist sein Projekt ein « Vorschlag für eine spontane künstlerische Intervention im Zusammenhang mit dem heiligen Franz von Assisi und seiner Kirche in Lausanne ». Nachdem der Künstler bereits die Unterstützung der zuständigen Behörden erhalten hat, wird er auf dem Dach der Kirche Saint-François eine Gruppe von ungefähr hundert farbenfrohen Vögeln bauen. Diese sind aus Keramik gefertigt und auf kleinen Metallstiele montiert und sollen einen « bedeutenden visuellen Effekt » in diesem besonderen architektonischen Umfeld schaffen, das sich im Herzen der Stadt befindet.
Jenseits seines ungewöhnlichen, poetischen Aspekts wird dieser Vogelschwarm dann in Etappen, von der Schweiz nach Italien, von einem franziskanischen Denkmal zum anderen, reisen. Und dies so weit wie einst Assisi, um an die Botschaft des Heiligen Franziskus zu erinnern, der als Vorläufer des interreligiösen Dialogs gilt.
Die Jury des Prix FEMS betont insbesondere den spielerischen, spektakulären und monumentalen Aspekt dieses Projekts. Sie zeigt sich besonders empfänglich für die Botschaft, die dieser künstlerischen Intervention zugrunde liegt.
 
Ignazio Bettua wird ab jetzt während eines Jahres jenes Projekt vorantreiben, wofür er ausgezeichnet wurde. Zu diesem Zweck wird ihm eine Summe von CHF 100000 übergeben, entsprechend der alljährlichen Preissumme des Prix FEMS. Zudem profitiert er von der aufmerksamen Weiterverfolgung der Jurymitglieder der Fondation Edouard und Maurice Sandoz. Diese bedankt sich bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf ihren Aufruf hin gemeldet haben, und insbesondere den Finalisten für die Qualität und das sehr hohe Niveau der eingereichten Projekte.
 
 
 

 
Das Reglement des Prix FEMS sowie weitere Informationen können
unter folgender Adresse angefordert werden :

Fondation Edouard & Maurice Sandoz

Sekretariat Fondation Edouard und Maurice Sandoz
Avenue Général-Guisan 87, 1009 Pully 
Frau Claire Henzelin, Tel. 021 721 43 33

Website : www.fems.ch